Demografische Entwicklung

Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis 2060

Der Demografische Wandel wird unsere Gesellschaft drastisch verändern. Laut 13. koordinierter Bevölkerungsvorausberechnung* wird die Bevölkerung in Deutschland zwischen 2013 und 2060 um etwa 11 Mio. Menschen zurück gehen. Zugleich steigt die Zahl der Senioren (67 Jahre und älter) von 15 Mio. auf 22 Mio.

Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis 2060

Die Erwerbspersonen (Altersgruppe 20 bis 66 Jahre) hingegen werden bis 2060 um etwa ein Drittel von ca. 51 Mio. im Jahr 2013 auf ca. 36 Mio. Menschen zurück gehen.

Arbeitskräftemangel

Seit Bestehen der Bundesrepublik konnte eine stetige Zunahme an Erwerbstätigen verzeichnet werden. Waren es 1950 noch 19,6 Mio. Erwerbstätige in der alten Bundesrepublik, stieg diese Zahl bis 1990 auf 30,4 Mio. an**. Zwischen 2010 und 2000 stieg die Erwerbstätigkeit um eine weitere Million an, was einer Steigerungsrate von 2,7 % ausmacht. Unterstellt man, dass die Zahl der Erwerbstätigen dem Arbeitskräftebedarf entspricht und geht man von einem Zuwachs von 2,7 % pro Jahrzehnt aus, dann wird der Arbeitskräftebedarf etwa 47 Mio. betragen, während andererseits maximal 36 Mio. Erwerbspersonen zur Verfügung stehen. Dies verdeutlicht, dass Deutschland auf einen drastischen Arbeitskräftemangel zusteuert.

Entwicklung Erwerbspersonen und Erwerbstätige bis 2060

Demografische Entwicklung in der Region Köln/Düsseldorf bis 2030

Als ein im Rheinland ansässiges Unternehmen haben wir zudem die demografische Entwicklung in der Region Köln/Düsseldorf untersucht und haben 10 Landkreise bzw. kreisfreie Städte unter die Lupe genommen. Dabei fiel auf, dass die Bevölkerung zwischen 2014 und 2030 im Gegensatz zum bundesweiten Trend um nahezu 40.000 Menschen zunehmen wird, was vor allem auf das Wachstum der Städte Köln und Düsseldorf sowie des Rhein-Erft-Kreises zurückzuführen ist. Das Arbeitskräftepotenzial wird jedoch trotz steigender Bevölkerung bis 2030 um etwa 80.000 Menschen zurück gehen.

Demografische Entwicklung in der Region Köln/Düsseldorf

* Variante 1: Kontinuität bei schwächerer Zuwanderung (Geburtenrate 1,4 Kinder je Frau, Lebenserwartung bei Geburt
2060 für Jungen 84,8/Mädchen 88,8 Jahre, langfristiger Wanderungssaldo 100.000 (G1-L1-W1))
** vgl. http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61685/
entwicklung-der-erwerbstaetigkeit, Abruf am 05.10.2016